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kurzbiografien:....red....kate....david....clara....larry....isolde....tom....angie....conzo....renée....helen....rosie....liz gill (regie)

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Goldfish Memory - Inhalt....

Eine schicke Lounge am Hafen von Dublin.
Hier sitzen sie, die, die sich verlieben wollen, können und sollten.
Und hier schwimmen sie, in einem Kugelglas auf den Bartresen,
die Goldfische, die ein Erinnerungsvermögen von drei Sekunden haben.
Wie wäre das eigentlich beim Menschen, wenn er sich immer neu
verlieben kann, ohne Tränen und Herzschmerz?
Ist es dann eigentlich immer wieder das erste Mal?

Clara ist zwar schon länger als drei Sekunden mit Tom zusammen,
aber das Leben liebt sie mehr. Wie ist es wohl, die Liebe zu Frauen?
Ganz unterschiedlich als zu Männern, oder geht doch beides gleichzeitig?
Und ist das dann die freie Liebe?
Und während Tom ihr Gedichte von Rilke rezitiert,
küsst er wenig später eine andere.
Isolde. Jung, blond, sexy, wieder eine Studentin aus seinem Kurs.

Angie hingegen ist anders. Sie und ihr Beruf als Fernsehjournalistin
sind eins: wachsam, attraktiv, konsequent und immer auf der Suche nach
der Story des Lebens. Die findet sie am traditionellen St. Patrick Umzug
in der Gestalt von Clara.

Clara, die laszive, Unschuld mimende Kunststudentin und Angie,
die überzeugte und überzeugende, zielgenaue Journalistin. Man verabredet
sich im Ladies Club von Dublin, trinkt einen Cocktail, fragt nach der
Beziehung des anderen, trinkt noch einen Cocktail und erwacht schließlich
gemeinsam im Bett.

Tom zieht die „Rilkes-Gedichte-sind-die-pure-Liebe“ Nummer jetzt mit
Isolde durch. Auch hier ein Kuss, ein Treffen zum Essen, Clubbing um
Mitternacht und das obligatorische, gemeinsame Frühstück.

Und Red, Angies bester Freund, kommt, allerdings auf Umwegen, auch zu
seinem Date. Unter ziemlich misslichen Umständen lernt er David, den
Barmann kennen. Und auch hier das gleiche Spiel. Man trifft sich zufällig
in einer Bar, ein Bier, vielleicht noch ein Tequila. Man singt auf der Strasse.
Die Nacht ist lang, was soll´s, der anschließende Kuss auch.

Alle verlieben sich ständig. Und alles geschieht genauso, wie man es will,
sich wünscht, oder doch ganz anders.

Angie will Kinder, Clara sucht lieber das Weite und die freie Liebe.

Isolde möchte eine leichte, lockere und unbeschwerte Beziehung.
Hauptsache Spaß!
Den genau hat Tom auch, aber parallel tickt seine biologische Uhr und so ist
die blonde Studentin ganz schnell die Liebe seines Lebens.
David, der Schüchterne und Verträumte, lässt seine Freundin Rosie immer
noch im Unklaren darüber, wer er wirklich ist und besonders,
was der Grund für seine langen Nächte sind.

So findet Angie mit einer Flasche Tequila und unendlichen Flüchen auf
Frauenwelt Trost bei Red, der alle Männer auch ganz gern zum Teufel schicken
würde. Clara lässt sich von ihrem Freund Conzo und seinen Hymnen auf die
Freiheit des Menschen und besonders der Liebe beeindrucken und Tom flüchtet
sich in die Lyrik, in das schwerlich vorankommende Verfassen von Gedichten,
in seine eigene Welt.

Was ist Liebe? Und will man Liebe.
Was ist eine Romanze und will man das der One Night Stand auch noch
am nächsten Tag bleibt?

„Goldfish Memory“ zeigt immer wieder in bestens komponierten Bildern
einige Stadtansichten von Dublin, die Industrie- und Hafenstadt,
kalt und rau und zugleich kraftvoll und frisch. Und man erkennt die vielen
Brücken über den Fluss Liffey, die das Stadtbild prägen und die alle
Verliebten bauen, um doch noch zueinander zu finden.

Das Clara Isolde attraktiv findet, Tom mit der Akademikerin Renée mehr
als nur die Liebe zu Rilke Gedichten verbindet und Red entgegen seiner
lässigen Art David hinterher läuft ist daher noch nachvollziehbar.

Aber wie können 13 Schwangerschaftstests bei Angie positiv ausfallen?
Unbefleckte Empfängnis,
Wünsche werden Wirklichkeit
oder war der letzte Tequilla mit ihrem Freund Red genau einer zuviel?

Und was denken wohl die Goldfische in diesem Augenblick?

Mit „Goldfish Memory“ erwacht das Thema Liebe zu neuem Leben.
Denn wenn es passieren sollte, dann passiert es und passiert und passiert und passiert.
Am Anfang des Films fragte Clara: „Was ist Liebe?“
Am Ende des Films weiß man es.

„Goldfish Memory“- Das ist Liebe!
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Making of
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Goldfish Memory - Eine romantische Komödie
Buch und Regie: Liz Gill

Eines Tages schrieb ich eine Kurzgeschichte, „Goldfish Memory“,
erzählt in der ersten Person mit einem Voiceover, gedacht als Überleitung
zu allen beteiligten Personen. Ein befreundeter Produzent riet mir, diese
Geschichte in ein Drehbuch umzuschreiben.
Ich setzte mich daran, beantragte Drehbuchförderung vom Irish Filmboard.
Eine ausgezeichnete Gruppe von jungen Schauspielern trug am
31. März 2000 diese Geschichte im Andrews Lane Theatre bei einer
öffentlichen Lesung vor. Der Erfolg im Publikum war überwältigend.
Diese Geschichte entwickelte ich weiter, aber nun wurde es Zeit, einen
geeigneten Produzenten zu finden, der mich unterstützte.
Meine Partnerin, Breda Walsh, sagte, sie würde alles darum geben, mir
bei diesem Projekt helfen zu können. Sie wusste nicht, was das für die
nächsten drei Jahre bedeuten sollte.

Breda stellte mich einer Drehbuchautorin, Chryssy Tintner, vor, die von
meiner Idee sehr begeistert war. Sie ermutigte mich, den Gedanken eines
Drehbuchs weiter zu verfolgen. Parallel dazu besuchte ich die
„Moonstone Filmmaker Lab“, eine Filmschule, die mir grundlegende Dinge
im Drehbuchschreiben vermittelte. Hier entstand der Kontakt zu
Rod Stoneman, Vorsitzender des Irish Filmboards.

Seit ich den Dogma-Film „Das Fest“ von Thomas Vinterberg gesehen habe,
war ich von der Idee begeistert, auf Digitalvideo zu drehen, um schließlich
auf 35mm den Film zu finishen.

Die Finanzierung stellte, wie bei jedem Film, die größte Hürde dar.
Das Drehbuch war fast fertig, die Szenen existierten schon, zumindest in
meinen Gedanken, dennoch mussten die finanziellen Mittel stehen.
Das gestaltete sich schwierig, war aber lösbar.
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Die Finanzierung
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Wir bewarben uns um eine Finanzierung beim Irish Filmboard im
September 2000 und erhielten schon im Dezember einen positiven Bescheid.
Eine äußerst günstige Ausgangsposition, um weitere internationale Geldgeber
zu kontaktieren. Im Februar 2002 besuchten wir den Filmmarkt der
Internationalen Filmfestspiele von Berlin. Wir hatten einige wirkliche nette
und informative Kontakte mit deutschen und dänischen Filmproduzenten,
aber Geld für die Produktion von „Goldfish Memory“ konnten wir nicht auftreiben.
Gleichzeitig bewarben wir uns um finanzielle Mittel bei verschiedenen
europäischen Anstalten und Firmen, darunter ARTE/ZDF, BBC Films und
amerikanischen und britischen Produzenten.

Schließlich bekundete eine dänische Firma ihr Interesse und zusammen bewarben
wir uns mit einem Finanzierungskonzept bei EURIMAGES. Alles sah ganz gut aus,
aber unglücklicherweise stieg die dänische Produktionsfirma aus und wir waren
wieder da angelangt, wo wir schon mal waren. Dann, ganz unerwartet, bekamen
wir den Anruf einer anderen, sehr bekannten dänischen Produktionsfirma,
die das Skript gelesen hatte und sich eine Mitarbeit als Koproduzenten vorstellen
konnte. Aber mit der Zeit sah auch diese Firma keine Möglichkeit, uns voll und
ganz zu unterstützen. Zu viele parallel laufende Projekte machten es ihr unmöglich,
uns einen Produzenten an die Seite zu stellen. So mussten wir ohne sie auskommen.
Die Dinge entwickelten sich denkbar günstig.
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Das Irish Filmboard als Retter
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Im Herbst 2002 änderte sich die Führungsstruktur des Irish Filmboards.
Head of Production wurde Brendan McCarthy, neuer Head of Business Affairs
wurde Teresa McGrane. Sie sicherten uns knapp die Hälfte der üblichen
Filmfinanzierung von einer Million irischer Pfund zu. Unsere Kalkulationen lagen
bei 850.000 irischer Pfund. Die Aussicht auf eine erfolgreiche und effiziente
Förderung war gegeben, aber unsere Kalkulation war für die üblichen Verhältnisse
noch zu hoch veranschlagt.

Aber wo sollten wir sparen? Es gab Fixkosten, wie Bandmaterial, Miete oder so
banale Dinge wie Verpflegung, die einfach feststanden. Zudem erhöhte die
Einführung des Euros das veranschlagte Budget. Wir fanden einen Mittelweg,
beide Seiten, wir und das Irish Filmboard zeigten sich zufrieden und endlich
konnten wir mit der Arbeit an „Goldfish Memory“ beginnen.
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Produktionsbeginn
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Im März 2002 begannen die Dreharbeiten. 24 Tage wurden veranschlagt.
Dank Bredas und meiner Erfahrung in den vorangegangenen Jahren
(Produktionsmanager und First Assitance des Regisseurs) konnten wir ein
professionelles und engagiertes kleines Filmteam zusammenstellen.
Je kleiner das Team, umso größer und vielfältiger waren die Aufgaben für jeden
einzelnen von uns. Aber das Drehbuch stand, die Finanzierung auch und so konnten
wir von dieser Basis aus in die Vorbereitungen zum Dreh von „Goldfish Memory“ gehen.

Anhand der Dogmafilme und den aufgestellten Regeln, suchten wir Drehorte,
die bereits ausgestattet waren und nicht extra für unseren Dreh hergerichtet werden
mussten. Dasselbe galt für die Schauspieler und ihrer Bekleidung. Alles sollte so
natürlich und realistisch wie möglich sein. Wir hatten uns viel vorgenommen. Eine der
Schwierigkeiten war, dass Drehs an öffentlichen Plätzen stattfinden sollten.
Das hieß: Publikumsverkehr!

Dann stellten wir unsere eigenen Regeln für den Film auf: Der Kreis war ein
metaphorisches Element und fand sich im Kugelglas der Goldfische wieder, genauso
wie in den Bildern von Dublin. Die bevorzugten Farben waren orange, blau und grün.
Rot und gelb waren nicht erwünscht. Zudem sollte jede Filmsequenz in einem flachen,
tiefen oder einfach einem Ausschnittswinkel gedreht werden.
So erreichten wir einen visuellen Überbau und das machte es uns einfach,
diesen chaotischen Dreh zu überstehen. Die meiste Zeit jedenfalls.
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Der Dreh
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Fließend, leicht schwimmend — in Anlehnung an die Bewegungen des Goldfisches
wollten wir den Großteil des Films mit der Steadicam drehen. Aber die technische und
mechanische Entwicklung in diesem Bereich der DV Kameras war noch nicht
ganz ausgereift. Einen Low-Budget-Look wollten wir vermeiden, dieses verwackelte
Bild einer Kamera. Außerdem sollte alles größer aussehen, als die Produktionskosten
es vermuten lassen würden. Unser Kameramann Ken Byrne machte den Vorschlag,
die Kamera auf dem Stativ zu lassen und vielmehr die Bildkomposition in
den Mittelpunkt zu rücken. Daraus könnte sich ein einheitlicher, visueller Stil entwickeln
und zudem die Arbeit am Set wesentlich erleichtern. Auch der Tonmann hätte es leichter
im Umgang mit dem Mikrofon, wüsste er doch immer, wo die äußerste rechte Ecke
des Bildes sei, und so könnte er entsprechend mit den Kamerabewegungen mitgehen.

Eigentlich konnten wir uns nicht mit dem Gedanken anfreunden, ein Dolly für
die Kamera ständig zu benutzen. Der Transport, der Auf- und Abbau der Schienen,
noch eine Person, die speziell nur dafür verantwortlich war- das alles ließ uns vermuten,
dass wir für den angedachten Look des Films eine Menge Abstriche würden machen müssen.
Ein Film von May Miles Thomas, „One Life Stand“, überzeugte uns. Der Rhythmus
eines Films entsteht im Schneideraum, nicht durch den aufwändigen Einsatz eines Dollys.
An bestimmten Drehorten nahmen wir die Kamera auf die Schulter. In zwei Einstellungen
benutzten wir einen Rollstuhl, aber generell, und das ist nur der Erfahrung und dem guten
Auge von unserem Kameramann Ken Byrne zu verdanken, verzichteten wir auf unnötige
Spielereien. Später, im Schnitt, merkten wir, dass unsere Entscheidung richtig war.
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Das Casting
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Das Casting war vielleicht das lustigste im gesamten Vorbereitungsprozess.
Wir wollten unbedingt Sean Campion als Tom besetzen, aber wir merkten, dass ein
Castingbüro notwendig war, um auf unsere Anfragen wenigstens eine Reaktion zu
bekommen. Mit der professionellen Agentur „Moiselle Casting“ hatte Liz Gill schon für
ihren ersten Film zusammen gearbeitet. Zur selben Zeit arbeiteten sie für den berühmten
Regisseur Joel Schumacher, aber sie behandelten uns mit der gleichen Aufmerksamkeit
und Professionalität, obwohl wir sie wahrlich nicht mit Problemen und ungünstigen
Voraussetzungen verschonten. Eine unbekannte Regisseurin, wenig Geld,
ein chaotisches Projekt — und dabei hing gerade von der Besetzung einiges ab.

„Moiselle Casting“ arbeitete mit Überzeugungskraft und Ausdauer. Flora Montgomery
(Angie) war die nächste Schauspielerin an Bord. Ein großes Risiko für sie.
Der Part einer Lesbe, die Arbeit mit zwei völlig Unbekannten hinter der Kamera,
wenig Geld und das alles noch gedreht auf Video. Das könnte ein Desaster werden!
Aber schnell hatten wir auch den Rest der von uns gewünschten Darsteller zusammen
und auch später haben wir nie irgendwelche Beschwerden gehört.
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Der Drehtag
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Der Drehtag sah im Allgemeinen wie folgt aus. Jeder fand sich morgens am
St. Brendans Krankenhaus in Grangegorman, Dublin, ein. Es gab ein Frühstück,
der Bus wurde mit dem Filmequipment beladen und die Crew obendrauf. Alle und alles
in einem Wagen: Sound- und Kameraausstattung, Kabel, Kisten, die Schauspieler,
Kleidung. Sogar ein Bügelbrett war immer dabei. Wir fuhren zum ausgewählten Drehort,
warteten und drehten und warteten wieder. Zur Unterstützung hatten wir noch einen
Fahrdienst eingerichtet, der flexibel die Schauspieler den ganzen Tag über transportieren
konnte. Zur Mittagszeit begaben wir uns in ein nahe gelegenes Restaurant, saßen an
einem warmen Ort und hatten eine Stunde Pause. Das dämpfte zeitweise die
Meutereiabsichten aller Beteiligten.

Manchmal drehten wir an einem Tag an sieben verschiedenen Orten. Das war nur
aufgrund unseres kleinen Produktionsteams möglich. Aber der Druck, möglichst
effizient, Kosten senkend und schnell zu drehen war uns allen anzumerken.
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Die Lichtverhältnisse
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Eine Standardcrew hat Elektriker und Lichtsetzer in ihrem Team. Wir nicht! Wir wollten
nur mit dem natürlichen, uns zu genau diesem Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Licht
drehen. Keine Generatoren, kein künstliches Licht - das war die Devise.

Ein oder zweimal gab es Situationen, wo wir kleine Lampen zusätzlich einsetzen mussten,
etwa bei Nacht- oder Taxiaufnahmen. Das war es dann aber auch schon. So wundervoll
und bedeutend es auch sein muss, mit Menschen zu arbeiten, die sich ausschließlich um
die Lichtverhältnisse kümmern; wir konnten und wollten es nicht. Die DV-Kamera macht
auch noch bei geringen Lichtverhältnissen exzellente Bildaufnahmen und das war für
unsere Arbeit und für die Handlung von „Goldfish Memory“ mehr als ausreichend.
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Drehen auf Video
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Der Dreh auf Video hat gegenüber dem Dreh auf 35mm Film einige Vorteile und
bietet insgesamt eine Vielzahl von Freiheiten. Sicher muss der Regisseur diszipliniert
genug sein, Takes kompetent und rasch auswählen zu können aus, sagen wir mal im
Schnitt 40 Takes. Aber die Vorteile liegen eindeutig auf der Hand. Schauspieler können
sehen, wie die Szene aussieht und sie noch einmal spielen bzw. „überspielen“.

Parallel dazu kann der Regisseur verschiedene Szenen anbieten, ohne finanziell direkt
und vorschnell in andere Dimensionen zu stoßen. Und in schwierigen Fällen, nämlich
beim Dreh mit Kindern, Goldfischen oder Tieren ist die Arbeit mit der DV Kamera
einfach stressfreier. Man kann die Kamera laufen lassen und abwarten. Entscheidender
Vorteil der DV-Kamera ist ihr unsichtbares Auftreten. In der Öffentlichkeit, in Pubs
oder beim Strassendreh ist der unkonventionelle und schnelle Einsatz nicht zu
unterschätzen. Während das wirkliche Leben weitergeht, dreht die Kamera mit.
Nichts muss extra eingerichtet werden, alles so natürlich wie sonst auch.
Natürlich ist die Arbeit auch risikoreich und wenn man sich zu der Arbeit mit einer
DV-Kamera entschließt hat das natürlich viel mit der persönlichen Einstellung zu tun.
Aber der unermüdliche Einsatz des Teams und eine gehörige Portion Glück erleichterte
unsere Arbeit ungemein und brachte unseren Film „Goldfish Memory“ dahin, wo er heute steht.

Wir drehten 24 Tage, jeden Tag ungefähr zehn Stunden mit über zwanzig Einstellungen
und knapp fünf reinen Filmminuten. Keiner der Schauspieler wurde mit mehr als
zwölf Tagen veranschlagt. Liz Gill arbeitete als Regisseurin und gleichzeitig als ihre
eigene Assistentin und Breda Walsh als Produktionsmanagerin. Das belastete beide,
aber irgendwie haben sie das mit der Zeit schon hingekriegt. Wenn man fast nichts hat,
was man ausgeben kann, dann ist es schön zu sehen, dass Menschen nichts erwarten und
doch unheimlich überrascht sind von dem vorliegenden Ergebnis. Das gesamte
Schauspielensemble vollbrachte unter den gegebenen Umständen eine wahre Meisterleistung.
Fragen nach irgendwelchen Extras blieben daher auch aus. Das sie trotzdem mit soviel
Energie und Leidenschaft dabei waren ist umso erstaunlicher und machte uns als Team sehr stolz..
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Kamera und Sound
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Wir benutzten eine SONY DSR 500 DV-Kamera mit zwei auswechselbaren CANON
Zoomlinsen, die wir in Dublin bei VFG ausliehen. Wir drehten auf SONY DV-Kassetten,
die vorcodiert waren. Unser Soundspezialist, Philippe Faujas, mischte den Sound, um ihn
dann via XLR in die Kamera zu spielen. Wir hatten eine Mikrofonangel und verzichteten auf
die kleinen Mikros. Das war eine ästhetische Entscheidung von Philippe himself.
Bevor wir anfingen zu drehen, sagte jeder, mit dem wir über die bevorstehenden Filmarbeiten
sprachen, dass wir den Ton separat auf DAT aufnehmen sollten. Auch sollten wir
Sicherheitskopien anfertigen. Aber weder reichte uns die Zeit noch das Geld, um aufwändiges
Equipment zu leihen, noch Material zusätzlich anzuschaffen. Es war schon ein überzeugendes
Argument, dass bei einem Fehler in der Videokassette auch der Ton verloren gehen würde.
Wir aber dachten, dass wenn das Tape verloren geht, dann kommt es auf den Ton auch
nicht mehr an. Das die Soundqualität durch die Datenkompression auf dem Videotape ein
wenig verlieren würde, erschien uns einleuchtend, aber war denn nicht alles in dieser
Produktion komprimiert? Ein anderes, drohendes Damoklesschwert sei weiterhin ein
Tonteam, das ständig die Bewegungen der Kamera einschränken würde, weil es direkt mit
dieser verbunden sei. Das kann bei Arbeiten mit dem Kamerakran schon hinderlich sein;
wir aber hatten uns ja schon im Vorfeld gegen technische Extravaganzen entschieden.

Es blieb dabei.
Der Ton wurde parallel auf die Videokassette mit aufgenommen und auch während mancher
schwieriger Phase in der Postproduction haben wir diese Entscheidung nicht bereut.
Die Soundbearbeitung wurde in einer der besten Firma weltweit vorgenommen und die
Endmischung in Dolby Digital klang für unsere Ohren mindestens genauso,
wie wir uns das vorgestellt hatten.
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Die Postproduction
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Schneiden mit Final Cut Pro 3
Inspiriert von amerikanischen Independet Filmen, entschieden auch wir uns,
mit Final Cut Pro zu arbeiten. Niemand zuvor hatte in Irland einen abendfüllenden Spielfilm
mit Final Cut Pro bearbeitet. Statt uns zu ermutigen, warnte man uns eindringlich.

Das Programm könne abstürzen, kein ausreichender technischer Support, man könne nicht
alle Takes digitalisieren, die bekannten Tonprobleme und noch vieles mehr. Aber unsere
Entscheidung gewährte uns auch einen großen Vorteil, denn die Kosten gegenüber den
traditionellen Schnittmethoden waren phänomenal gering, die Freiheit in der Nachbearbeitung
umso größer. Wir arbeiteten auf einem Apple Mac G4 mit vorinstalliertem
Final Cut Pro 3 System und einer kompletten Ausstattung zur Nachbearbeitung.
In den Anschaffungskosten von 11.000 Euro war der technische Support bereits enthalten.
So konnten wir frei arbeiten, unsere ausgewählten Takes online oder in höchster Auflösung
digitalisieren und entsprechende Vorschnitte dem Irish Filmboard zur Verfügung stellen.

Zudem erkannten wir, dass die Arbeit auf einer DV-Kamera sich im späteren Handling
wesentlich zur Arbeit mit einer Digi-Beta-Kamera unterscheidet. Hier war kein umwandeln
in Digi-SP nötig, wir konnten direkt eindigitalisieren und loslegen.
Angesichts der Tatsache, dass wir genügend Speicherplatz besaßen, konnten wir mit nahezu
allen Takes direkt arbeiten — und das alles in höchster Auflösung.
Im Idealfall braucht man während des Drehs einen Assistenten des Editors, der die abgedrehten
und schließlich ausgewählten Szenen über Nacht per FireWire überspielt, sodass der Editor
am nächsten Tag damit arbeiten kann. Dermot Diskin, unser schwer geprüfter Editor von
„Goldfish Memory“, war nervös, als er unser Guerillavorhaben mit einem viel zu niedrigem
Budget erklärt bekam, aber am Ende gab er sich gleichzeitig überrascht und zufrieden mit dem
Ergebnis. Andere, vor allen Dingen teurere Schnittsysteme würden qualitativ ein ebenso
gutes Ergebnis liefern. Trotzdem hoffen wir, dass in der nächsten Version von Final Cut Pro
das exakte Schneiden von Frames verbessert wird.

Sechzehn Wochen hatten wir für den Schnitt berechnet. Aber durch die terminbedingte
Pause von Dermot konnten wir die Zeit verkürzen, denn es hat sich gezeigt, dass ein
physischer und psychischer Abstand dem Film durchaus gut tut. Natürlich ist das nicht
immer möglich, jede Produktion hat ihre eigenen Gesetze und Vorgaben, die eingehalten
werden sollten und müssen, aber am 7. September 2002 um vier Uhr am Morgen waren
wir fertig. Wir hatten ja keinen festen Abgabetermin!

Testscreenings sollten uns schon während des Films zeigen, ob wir richtig liegen.
Es waren überwiegend Menschen, die nicht aus dem Filmbusiness kamen und es zeigt sich,
dass ein Lacher oder ein Gähnen mehr über den Film aussagen, als nach der
Vorführung Fragebogen zu verteilen.
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Der Endschnitt
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Es wurde Zeit, dass die Nachbearbeitung am Sound einsetzen konnte. Der letzte Schnitt
war getan, die Endfassung vom Bild her stand. Nun musste die Audiofiles in ein
OMF Format gewandelt werden, um dann am ProTools bearbeitet werden zu können.
Auch das hatte so bisher noch nicht in Irland stattgefunden, aber da wir technisch gut
ausgestattet waren und Ardmore Sound, Dublin, genauso unkompliziert dachte wie wir,
nahm der Film „Goldfish Memory“ immer mehr Gestalt an.
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Die Korrekturen
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Zwar kann man einen Film mit Final Cut Pro in der Farbgebung korrigieren, aber wir
sind alle wenig professionell darin und so überspielten wir den Film auf fünf Tapes und
ließen die Profis ans Werk. „The Farm“, eine Postproduction Firma in Dublin, vollbrachte
wahre Wunder, um die Bildqualität zu verbessern. Sie brachten den Film auf High-Definition
Standard und spielten ihn dann auf HDCAM Bänder wieder aus. Soeren Kloch von
Hokus Bogus in Dänemark riet uns zu diesem erfolgsversprechendem Experiment.
Seine Firma brachte den Film mittels Lasertechnik auf 35mm. Das Endprodukt war eine
perfekte Mischung aus der kostengünstigen Aufnahmetechnik und der Überspielung auf
qualitativ hochwertigem Material.
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Final Cut Pro — ein letztes Mal
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Während der Soundnachbearbeitung konnte Breda Walsh zuhause, am Esstisch erste
Experimente mit der Musik und dem unterlegten Original Score machen. Sechs lange
Wochen versuchte sie, die möglichen Soundquellen unter die einzelnen Szenen zu legen
bis am Ende schließlich 20 Titel den Soundtrack ausmachten. Richie Buckley,
unser Komponist, gab uns erste Kostproben. Kleine Ausschnitte, mit denen wir arbeiten
konnten. Dadurch, dass wir immer wieder eine neue Anordnung der einzelnen Stücke
schaffen konnten, sie neu unterlegten oder die Ideen an anderer Stelle platzierten,
lernten wir viel über Musik im Film, Effekte und wie man alles auch wieder ganz
anders machen kann.
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Die Endmischung
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Swiss Effects in Zürich arbeitete mit Hokus Bogus aus Dänemark zusammen an den
Effekten für den Film, die Farbgebung und -korrektur. Im Dezember 2002 begannen wir,
den Film zu mixen. Sieben Tage und die eine oder andere Nacht später waren wir fertig.
Änderungen lagen sowohl in Dublin als auch in Zürich und Dänemark an, aber wir sahen
das Ende der Nachbearbeitung schon in greifbarer Nähe. Am 8. Januar 2003 war es dann
soweit. „Goldfish Memory“ - gedreht auf Digital Video, bearbeitet mit Final Cut Pro,
veredelt auf 35mm und in Dolby Digital abgemischt.
Ein abendfüllender Spielfilm für 550.00 Euro.
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Der Soundtrack
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Von Anfang an hatten wir davon gesprochen, dem Film einen richtigen echten Soundtrack
zu verpassen. Wir wussten, dass wir mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln
nicht sehr weit kommen werden. Dass wir es dennoch weiter geschafft hatten, sogar einen
eigenständigen Soundtrack auf die Beine zu stellen, daran hatten wir nicht geglaubt.

Der Film ist ein persönlicher Film und auch der Soundtrack hat viel mit uns und unseren
Erfahrungen zu tun. Wir vermischten winzige Dialogstücke, von denen wir dachten,
dass sie den Zuschauer mitreißen können, ihn aufmerksamer für das Geschehen machen
und schließlich begeistern. Siebzehn Stücke mit einigen der besten Künstlern der
irischen Independentszene blieben zum Schluss übrig, darüber hinaus neu aufgelegte
und arrangierte Songs von Carlos Antonio Jobim und unserem Komponisten Richie Buckley.
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Bossa Nova von Carlos Antonio Jobim
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Die Musik von Carlos Antonio Jobim, sein Herz für den Bossa Nova und nicht zuletzt sein
wunderschönes „Girl from Ipanema“ sollte sich in „Goldfish Memory wieder finden.
Obwohl die Musik teilweise schon über 30 Jahre alt ist, hat sie doch nichts von ihrem Charme,
der Poesie und dem bittersüßem Gefühl verloren. Diese Musik brauchten wir für unseren Film.
Lieder über die Liebe, über Verlust und über das Leben, die an Cole Porter erinnern und leicht
und einfach klingen und doch komplex komponiert sind. Das unterstrich die Geschichte,
die Charaktere und die Handlung von „Goldfish Memory“.

Niemals hätten wir gedacht, dass wir die Songs von Jobim jemals in unseren Film einbauen
könnten, aber ein intensiv verfasster Brief an seine Witwe genügte und wir durften vier seiner
Songs, neu aufgenommen, verwenden.
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Richie Buckley
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Dann kam Richie Buckley, unser Filmkomponist, dazu. Ein bekannter Saxophonist und
Komponist. Wir wussten, dass er qualifiziert genug war, um die Wärme und Emotionalität
unseres Films eindrucksvoll und nachhaltig zu unterstreichen. Nebenbei gesagt ist auch er
ein großer Fan von Carlos Antonio Jobim. Eine Traumkombination; besser hätte es nicht laufen
können. Die Endfassung war fertig, Richie Buckley versammelte die besten Musiker des Landes
und arrangierte die zuvor ausgewählten Titel von Jobim neu und dazu noch andere Titel des
Soundtracks, die sich stark an den Bossa Nova anlehnen. Die Arbeit war nicht leicht, waren
doch einige Titel bisher wenig gespielt worden. Aber die Musiker gaben ihr Bestes und
besonders am Schluss hört man die Professionalität und das Herzblut aus den Liedern heraus.
Sehr beeindruckend und anrührend zugleich, denn der Soundtrack ist eines der stärksten
Elemente in einem Film.
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Besetzung
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Tom
........Sean Campion
Clara
........Fiona O´Shaughnessy
David
........Peter Gaynor
Angie
........Flora Montgomery
Red
........Keith McErlean
Rosie
........Lise Heams
Helen
........Aisling O´Neill
Larry
........Stuart Graham
Renée
........Jean Butler
Isolde
........Fiona Glascott
Conzo
........Demian McAdam

Eddie
........Joe Keever
Mrs. Devine
........Britta Smith
Taxifahrer
........Niall O´Brien
Kate
........Justine Mitchell
Lucy
........Laura Brennan
TV-Sprecher
........Dermot Whelan
Groom
........Conor Delaney
Verkäuferin
........Helen Norton
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Stab
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Drehbuch und Regie
........Liz Gill
Produzent
........Breda Walsh
Ausführender Produzent
........Brendan McCarthy
Casting
........Moiselle Casting
Kamera
........Ken Byrne
Schnitt
........Dermot Diskin
Original Score
....Richie Buckley

Genre: Komödie
Länge: 85 Minuten
Produktionsjahr: 2003
Herstellungsland: Irland
Erscheinungsjahr: September 2003, Irland
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Produktionsfirmen
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Entwickelt und produziert in Zusammenarbeit mit
Bord Scannan na hEireann und dem Irish Filmboard
Moonstone International
The Farm
Ardmore Sound
Xtra-Vision
Goldfish Films
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Auszeichnungen
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Festival International, Spanien 2003
Beste Regie

Turin Lesbian and Gay Film Festival 2004
Publikumspreis, Bester Spielfilm

Verzaubert Filmfestival Deutschland 2003
Publikumspreis, Bester Spielfilm

Monte Carlo Film Festival 2003
Beste Schauspielerin Flora Montgomery
Spezialpreis der Jury für den besten Spielfilm

Irish Film and Television Award 2003
Nominierungen in den fünf wichtigsten Hauptkategorien

Valladolid Film Festival 2003
Publikumspreis, Bester Spielfilm

Copenhagen Gay and Lesbian Film Festival 2003
Preis der Jury und Publikumspreis, Bester Spielfilm

Cherbourg-Octeville Film Festival 2003
Preis der Jury für den besten Spielfilm

Indianapolis Gay and Lesbian Film Festival 2003
Publikumspreis

OUTFest Los Angeles 2003
Publikumspreis, Bester Spielfilm

European Film Promotion 2003
Shooting Star Award, Flora Montgomery
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KURZBIOGRAFIEN
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Red
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Keith McErlean ist Red, der beste Freund von Angie und nicht nur als
Fahrradkurier ständig unterwegs. Ein verschmitzter Typ mit einem weichen Kern.
Red kann zuhören, Tequila trinken und lebt auf einem Hausboot.
Die überaus erfolgreiche irische TV-Serie „Bachelor´s Walk“ machte 2001
McErlean mit einem Schlag berühmt. Und auch im Theater fühlt er sich zuhause
und hat hier sein eigenes, zumeist junges Publikum gefunden.
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Kate
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Die ruhige abgeklärte Kate, die im Film schließlich das Herz von Angie erobert,
wird von der Theaterschauspielerin Justine Mitchell gespielt. Kate ist eine
athletische Person, humorvoll und strahlt mit allem und jeden um die Wette.
Justine Mitchell ist überwiegend im Theater zu sehen und wurde 2001 mit
dem angesehenen Irish Times Theatre Award ausgezeichnet.
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David
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David ist Mitte zwanzig, schüchtern, irgendwie smart und zurückhaltend.
Er wirkt leicht bedrückt, ja depressiv könnte man meinen, aber sein
Zusammentreffen mit Red verändert sein Leben grundlegend.
Peter Gaynor lebt und arbeitet in Dublin als Theaterschauspieler am
Abbey Theatre und hat 2002 seine erste Hauptrolle in dem Kinofilm
„The Abduction Club“ überzeugend gespielt.
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Clara
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Clara ist Sex pur, ein wenig lasziv, kennt ihre Reize und weiß sie auch geschickt
einzusetzen. In ihren Beziehungen geht sie nicht gerade zimperlich mit ihren Partnern
und Partnerinnen um. Fiona O´Shaughnessy ist am Gate Theatre in Dublin
beschäftigt, spielt aber auch gerne in Low Budget Produktionen mit.
Hauptsache es ist eine Hauptrolle.
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Larry
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Larry ist Everybody´s Darling, ein Arbeitskollege von Tom und in Sachen Liebe
nicht sehr entschlussfreudig. Er verbiegt sich gerne, um anderen zu gefallen, aber
lange hält auch er das nicht aus. Stuart Graham ist vielen aus dem preisgekrönten
BBC-Fim „As the beast sleeps“ bekannt. In ganz Irland spielt er Theater und
zuletzt sah man ihn im Royal Court Theatre in London.
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Isolde
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Isolde spielt die charmante, die unbedarfte Studentin. Schnell kann sie sich für etwas
begeistern, aber ebenso schnell ist sie wieder woanders unterwegs. Zuletzt spielte
Fiona Glascott in Joel Schumachers „Veronica Guerin“. Ansonsten ist sie im Theater,
beim Film und immer öfters in verschiedenen Rollen auch im Fernsehen zu sehen.
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Tom
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Tom ist Universitätsdozent, um die 40, aber immer eine Idee zu jugendlich im Auftritt.
Ein echter Womanizer, der bei jeder Frau versucht, mit Rilke Gedichten zu glänzen.
Sean Campion spielt in England und Irland an verschiedenen Theatern und war mehrmals
für den Tony und den Olivier Award nominiert.
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Angie
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Angie ist eine Fernsehjournalistin, ein Mensch mit einem gewissen Hang zum Sarkasmus
und ständig auf der Suche nach der Liebe ihres Lebens. Flora Montgomery ist in Irland
bestens bekannt, gewann sie doch für ihre Theaterarbeit einige der wichtigsten irischen
Preise. Zusammen mit Aidan Quinn spielt sie in dem amerikanischen Film
„Benedict Arnold“ eine Hauptrolle.
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Conzo
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Conzo ist ein Alternativer durch und durch. Freie Liebe ist der Sinn seines Lebens und
das versucht er auch seiner Freundin Clara zu vermitteln. Demian McAdam ist eher im
Fernsehen zuhause und spielte in verschiedenen TV Serien mit. Langsam entdeckt er die
Liebe zum Theater und besonders am Belfast Lyric Theatre ist er ein gern gesehener Gast.
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Renée
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Renée ist Akademikerin, abgeklärt und mit einer gehörigen Portion Menschenkenntnis
ausgestattet. Sie ist es auch die Tom in der Hand hat und es ist mehr als die Begeisterung
für Rilke, die beide zusammenführt. Jean Butler spielte die Hauptrolle in dem irischen
Tanzfilm „Riverdance“ an der Seite von Michael Flatley. Weiterhin zählen Gabriel Byrne,
Christopher Eccleston und Derek Jacobi zu ihren bisherigen Filmpartnern.
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Helen
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Helen ist immer auf der Suche nach Männern. Lebenslustig und um keine Antwort verlegen,
genießt sie ihre Auftritte und als Freundin der geschassten Rosie steht sie ihr oft mit einem
guten Tipp hilfreich zur Seite. Aisling O´Neill hatte 1998 ihr Filmdebüt in dem Film
„Accelerator“, um danach direkt eine Hauptrolle in Anjelica Houstons Film „Agnes Browne“
zu spielen. Sie spielt sowohl in Dublin als auch in New York am Theater und ist dem irischen
Publikum aus der TV-Serie „Fair City“ bestens bekannt.
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Rosie
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Rosie ist Lehrerin, im Grunde ihres Herzen eine temperamentvolle Frau, aber nach außen hin
konservativ und zugeknöpft. Irgendetwas stimmt mit ihrem Freund David nicht. Und als der
sie dann auch noch mit einem Mann betrügt, muss sie wohl oder übel ihren Lebensplan
umschreiben. Lise Hearns ist vielen Iren als Eva aus der Serie „Fair City“ bekannt.
Sie spielte auch in der italienischen Serie „Mia forever“ eine tragende Rolle und ist an
verschiedenen irischen Theatern ein großer Star.
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Liz Gill
....(Drehbuch und Regie)....

Während ihrer Arbeit als Assistentin des Regisseurs in verschiedenen amerikanischen
Spielfilmen, schrieb Liz Gill ein Off-Off Broadway Stück und führte Regie in ihrem Kurzfilm
„Kiss of Death“. Nebenbei verfasste sie mehrere Drehbücher. 1996 entstand ihr erster
Spielfilm „Gold in the streets“. „Goldfish Memory“ ist ihr zweiter Spielfilm.
2003 führte Liz Gill Regie in zwei Episoden der Fernsehserie „The Big Wow Wow“.
Zur Zeit dreht sie den Kurzfilm „Silence“, erarbeitet gerade konzeptionell eine neue irische
Fernsehserie mit dem Titel „Love is the drug“. Ihr neuer Film „April Fools“ ist eine
romantische Komödie, die sich mit dem Thema Reinkarnation auseinander setzt.
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